Open Rate
Prozentsatz der Empfänger, die eine E-Mail geöffnet haben. Zeigt, ob Betreffzeilen und Absender funktionieren.
Definition
Die Open Rate zeigt, wie viele Empfänger Ihre E-Mail geöffnet haben. Sie wird in Prozent angegeben: Geöffnete E-Mails geteilt durch zugestellte E-Mails mal 100.
Berechnung & Formel
Open Rate = (Geöffnete E-Mails / Zugestellte E-Mails) × 100
Beispiel: Sie versenden einen Newsletter an 5.000 Kontakte. 200 bouncen, 4.800 werden zugestellt. Davon öffnen 1.056 Empfänger die E-Mail.
Open Rate = (1.056 / 4.800) × 100 = 22%
Technisch funktioniert das über ein unsichtbares Tracking-Pixel. Wenn die E-Mail geöffnet wird, lädt das Pixel und der Server zählt mit. Seit Apples Mail Privacy Protection (2021) werden Öffnungen teilweise automatisch registriert, auch wenn niemand die E-Mail gelesen hat. Die Zahlen sind seitdem weniger zuverlässig.
Warum ist die Open Rate wichtig?
Die Open Rate ist der erste Filter. Wenn niemand öffnet, sieht auch niemand Ihren Inhalt. Keine Öffnung, keine Klicks, keine Conversion.
Im B2B ist das besonders relevant: Ihre Kontakte bekommen täglich dutzende E-Mails. Die Betreffzeile entscheidet in Sekundenbruchteilen, ob Ihre E-Mail gelesen oder ignoriert wird.
Die Open Rate zeigt auch, ob Ihre Absenderadresse bekannt ist. Wer regelmäßig öffnet, kennt Sie und vertraut Ihnen. Wer nie öffnet, hat Sie vergessen oder findet Ihre Inhalte irrelevant.
Was beeinflusst die Open Rate?
Betreffzeile: Der wichtigste Faktor. Kurz, konkret, relevant. "5 Fehler bei der CRM-Auswahl" funktioniert besser als "Unser neuer Newsletter".
Absendername: "Maria Schmidt | TechSolutions" wirkt persönlicher als "TechSolutions GmbH". Menschen öffnen E-Mails von Menschen.
Versandzeitpunkt: Im B2B funktionieren Dienstag bis Donnerstag zwischen 9 und 11 Uhr oft am besten. Aber testen Sie Ihre eigene Liste.
Listenqualität: Alte, inaktive Kontakte ziehen die Open Rate runter. Wer seit 12 Monaten nicht geöffnet hat, wird es auch beim nächsten Mal nicht tun.
Best Practices
Betreffzeilen A/B-testen: Schicken Sie zwei Varianten an je 10% der Liste, der Gewinner geht an die restlichen 80%.
Preheader nutzen: Der Vorschautext nach der Betreffzeile ist kostenlose Werbefläche. Nutzen Sie ihn.
Liste regelmäßig bereinigen: Entfernen Sie Kontakte, die seit 6-12 Monaten nicht geöffnet haben.
Segmentieren: Eine E-Mail für alle funktioniert schlechter als zielgruppenspezifische Inhalte.
Typische Benchmarks
B2B allgemein: 15-25%
Software/SaaS: 20-28%
Fertigung: 17-22%
Unter 15%: Problem mit Betreffzeilen oder Listenqualität
Über 30%: Sehr gut für B2B
Achtung: Seit Apples Mail Privacy Protection sind die gemessenen Werte oft höher als die tatsächlichen. Vergleichen Sie mit Ihren historischen Daten, nicht nur mit Benchmarks.
Zusammenfassung
Die Open Rate zeigt, ob Ihre E-Mails gelesen werden. Sie hängt vor allem von Betreffzeile und Absendername ab. Testen Sie systematisch, bereinigen Sie Ihre Liste und erwarten Sie keine Wunder: 20-25% sind im B2B ein guter Wert.